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Angstfrei reiten

Die Autorin

Was passiert bei Angst oder Stress im Körper?

Die Reaktion des Körpers ist auf Angst und Stress die gleiche. Bei Stress oder Angst wird im Körper Adrenalin ausgestoßen. Der Körper wird auf Flucht oder Angriff vorbereitet und dadurch wird durch die schnelle und hektische Atmung den Muskeln mehr Sauerstoff zugeführt. Die Schultern werden nach oben gezogen, um in Notfall schnell das Genick schützen zu können, durch die dauerhafte Position verkrampft sich die Muskulatur und wird sauer. Daraus resultiert, dass sich die Muskeln verkürzen und verspannen Dieser unbewusste Reflex wird ohne unser Zutun ausgelöst und das oft mehrmals täglich, manchmal sogar dauerhaft. Man atmet schneller und es wird mehr eingeatmet als ausgeatmet, das führt auf Dauer zu einem Sauerstoffüberschuss im Blut, der den Muskeln optimale Versorgung bei der Flucht oder beim Kampf sichert. Früher konnte durch schnelles Wegrennen oder Kampf dieser Sauerstoffüberschuss beseitigt werden. Heute ist aber die Flucht nicht mehr die normale Reaktion auf solche Situationen.

Der Körper hilft sich selbst, indem er den pH-Wert leicht anhebt, dadurch sinkt leider der Kalzium-Spiegel im Blut. Kalzium wirkt in ausreichenden Mengen beruhigend. Fehlt es, wird das Nervenkostüm immer schlechter.

Hier ist aktive Entspannung angesagt! Immer dann, wenn man sich selbst dabei ertappt, dass man Muskeln verspannt, kann man sich dehnen und strecken. Das hilft, die normale Durchblutung wiederherzustellen, und der Muskel kann wieder mit Blut und Sauerstoff versorgt werden.

In Notfallsituationen muss das zur Verfügung stehende Blut im Körper möglichst sinnvoll eingesetzt werden. Die Priorität liegt natürlich bei den Beinen und Armen, die vermehrt durchblutet werden, da sie zur Flucht oder zum Kampf benötigt werden. Die inneren Organe werden weniger durchblutet, was auch dazu führt, dass das Immunsystem geschwächt wird.

Auch im Gehirn lässt sich dieses Notfallprogramm erkennen. Wichtig sind in solchen Situationen reflexartige Bewegungen, die das Überleben sichern. Das führt aber auch dazu, dass andere Bereiche des Gehirns weniger durchblutet werden. Dadurch sind je nach Stress-Level das bewusste Denken, die bewusste Wahrnehmung und auch die Intelligenz eingeschränkt. Unser Körper verfügt also über ein ausgeklügeltes Notfallprogramm, das früher genau auf unsere Situation angepasst war. Heute jedoch sind diese Reaktionen in unseren Breiten weniger nützlich und helfen uns nur noch bedingt.

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