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Angstfrei reiten

Die Autorin

Bewegung zur Stressbewältigung

Als wir früher in Höhlen gewohnt haben, war Angst eine überlebenswichtige Eigenschaft. Wir waren außerhalb unserer Höhle und wurden von einem wilden hungrigen Bären entdeckt. Die Angst machte es möglich, dass wir die Notfallreserven angreifen konnten und die Muskeln mit genügend Sauerstoff versorgt wurden, damit wir möglichst schnell in Sicherheit kamen. Der Körper bereitete sich auf Flucht oder Kampf vor und es folgte tatsächlich eine körperliche Aktion. Bis wir die sichere Höhle erreicht hatten, waren die Stresshormone und der Sauerstoff verbraucht und wir konnten uns erschöpft, aber am Leben wieder unserer anderen Arbeit zuwenden. Genau für solche Situationen ist unser Notfallprogramm ausgelegt.

Zum Glück müssen wir heute nicht mehr um unser Leben rennen, jedoch reagiert der Körper immer noch genau gleich auf Stress bzw. Angst. Aus diesem Grund hilft Bewegung bei Stress, den Stress-Level zu senken. Denn durch Bewegung werden die Glücksbotenstoffe Serotonin und Endorphine freigesetzt und dadurch werden die Stress-Hormone reduziert. Das bedeutet, sobald es die Situation erlaubt, antraben und sich selbst und auch dem Pferd Bewegung verschaffen. Hat man die Wahl, kann man sich an einen ruhigeren Ort begeben und dort sich selbst und das Pferd auf diese Art und Weise wieder beruhigen.

Das oben Beschriebene gilt natürlich nicht nur für Menschen, sondern auch für Pferde. Pferde sind Fluchttiere und sind darauf programmiert in gefährlichen Situationen so schnell wie möglich wegzurennen und damit die entsprechenden Stress-Hormone abzubauen. Läuft es nicht weg, werden die Stress-Hormone nur ausgeschüttet und das Stress-Level des Pferdes steigt ebenso an. Auch für Pferde ist Bewegung eine gute Möglichkeit, sich wieder zu entspannen.

Also darauf achten, sich selbst und auch dem Pferd die Möglichkeit zu geben, auf diese einfache und effektive Art und Weise den Stress abzubauen. Jeder Reiter muss sein Pferd so weit einschätzen können, dass er weiß, wann und wo er sein Pferd „sicher“ wieder traben kann. Auch wo man dies am besten macht, ist ein entscheidender Faktor, um einen entspannenden Effekt zu erreichen.

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