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Angstfrei reiten

Die Autorin

Angst beim Reiten

Viele Reiter haben Angst beim Reiten. Durch Geschehnisse, die man entweder selbst durchlebt oder die man beobachtet hat oder die es auch nur in unserer Vorstellung gibt, wird unser Warnsystem trainiert und sensibilisiert, es passt sich ständig an unser Umfeld an und lernt dazu. Dieses Warnsystem hilft uns dabei, Gefahren zu vermeiden. Das ist eine völlig natürliche Reaktion des Körpers.

Interessant ist jedoch, wie die meisten Reiter mit dieser Situation umgehen. Sie stellen sich dieser Angst und steigen immer wieder aufs Pferd. Denn es gibt auch Menschen, die keine Achterbahnen mögen, und was tun diese Menschen? – Keine Achterbahn fahren. Die wenigsten fühlen sich von Achterbahnen so sehr angezogen, dass sie aktiv etwas dagegen tun wollen. Die Achterbahn wird einfach gemieden, sie fühlen sich von der Situation nicht herausgefordert, es ist ihnen egal.

Bei den meisten Reitern ist es aber nicht so. Reiter sind „Weiterentwickler“, sie geben nicht auf, wenn sie einer Herausforderung begegnen, sondern stellen sich dieser Herausforderung. Pferde fordern den Menschen im positiven Sinne, damit man sich als Reiter und als Mensch weiterentwickeln kann. Aber wir sind diesem Warnsystem nicht tatenlos ausgeliefert, sondern es gibt viele Möglichkeiten, wie wir diesen Herausforderungen begegnen und sie meistern können.

Sie haben sich also ganz bewusst dafür entschieden, aktiv etwas dagegen zu tun. Ihr Warnsystem sagt Ihnen zwar, lass es bleiben, es ist gefährlich. Ihr Verstand und Ihr Herz sagen aber: Realistisch gesehen ist die Gefahr zwar da, aber nicht so groß, wie es mir mein Warnsystem vorgaukelt – ich möchte es trotzdem tun. Die Liebe zu den Pferden und der Spaß beim Reiten sind so groß, dass man sich von diesem Bereich herausgefordert fühlt. Seien Sie stolz auf sich selbst! Mutig ist nicht, wer keine Angst hat, sondern mutig ist der, der die Situation einschätzen kann und es dann trotzdem tut.

Die Reitlehre hat zu dem Thema nicht viel zu sagen. Sich nach einem Sturz wieder auf das Pferd zu setzen ist oft die einzige Methode, die angewendet wird. Diese Methode kann ganz sicher ein Stück weit helfen, aber es ist nicht das Einzige, was man tun kann, und sie ist auch nicht für jeden hilfreich.

Was dabei aber nicht berücksichtigt wird, ist, dass nicht jeder vom Pferd fallen muss, um Angst zu haben. Gedankenkino oder das Hören oder Beobachten einer Situation kann genauso dazu führen. Hierzu gibt es wesentlich mehr Methoden, die ganz einfach anzuwenden sind und aus denen sich jeder die für sich am besten passende Methode oder Kombination heraussuchen kann. Jeder Mensch ist anders, sonst wäre es langweilig auf dieser Welt.

Henry Ford: „Ob du glaubst, du kannst es, oder ob du glaubst, du kannst es nicht, du hast immer recht.“

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