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Angstfrei reiten

Die Autorin

Angst als Entwicklungsstufe

Jeder Mensch hat seine eigene Komfortzone – die Zone, in der er sich wohl fühlt. Jeder hat schon mal erfahren, wie es ist, die eigene Komfortzone zu verlassen. Wenn man zum Beispiel den ersten Tag bei seinem neuen Job oder generell das erste Mal in einer neuen Situation ist. Oft fühlt man sich dabei unsicher und etwas „komisch“. Das Gefühl hält aber meist nicht lange an und wir haben uns an die neue Situation gewöhnt. Die Komfortzone wurde erweitert.

Auch beim Reiten ging es uns so. Wer sich noch an seine erste Reitstunde erinnert, weiß vielleicht noch, wie wackelig der Schritt sich anfühlt und wie wahnsinnig schnell der Trab ist, und man kann sich gar nicht vorstellen, dass man eine noch schnellere Gangart aushalten kann. Irgendwann ist dann der Schritt völlig in Ordnung und der Trab nicht mehr sooo schnell, dann kommt der Galopp hinzu und die Komfortzone wird wieder ein bisschen verschoben.

Die Komfortzone ist von einer gewissen Ängstlichkeit umgeben, das ist völlig normal und auch nützlich. Denn macht man beim Reiten etwas zum ersten Mal oder man selbst oder das Pferd ist noch nicht so routiniert, ist unser Warnsystem eine gute Einrichtung.

Hier ist es wie überall: Die Dosis macht das Gift. Hält sich die Angst in Grenzen, ist sie durchaus nützlich, dadurch können wir schneller reagieren und uns besser konzentrieren. Es gibt viele Situationen im Reiterleben, wo man das sehr gut brauchen kann. Denn Unsicherheit durch mangelndes Wissen, Können und Vertrauen ist völlig berechtigt! Beim Reiter und natürlich auch beim Pferd.

Damit ist Angst oder besser Unsicherheit die Grenze einer Entwicklungsstufe. Sieht man es von dieser Seite, kann man mit der Angst und Unsicherheit besser umgehen. Es ist etwas ganz Natürliches.

Alexander Solschenizyn: „Die Lösung ist immer einfach, man muss sie nur finden.“

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